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Projektinhalt

Zielsetzung

Die Nutzung internetbasierter Kontaktbörsen als Mittel zur Partnersuche ist eine sozi­ale Innovation mit zunehmender quantitativer Bedeutung. Digitale Beziehungs- und Hei­ratsmärkte bieten heute vielen Menschen neue Gelegenheitsstrukturen der Part­nersuche, charakterisiert durch einen größeren Pool an „möglichen Kandidaten“ und eine höhere Effizienz bei der gezielten Partnersuche; aber auch mit neuen Risiken (wie z. B. größere Unsicherheiten über die tatsächlichen Eigenschaften der Partner) und Beschränkungen (wie z. B. zunächst fehlender physischer Kontakt).

Auf der Grundlage längerfristiger prozessproduzierter Längsschnittinformationen eines Online-Dating-An­bieters und mit Hilfe eines ergänzenden Online-Panels sollen in diesem Projekt dynamische Theorien und Modelle der Partnerwahl, des präferenz­basierten Partner­­suchverhaltens, „Matching“-Strukturen, Austausch­prozesse, Such­strategien und Er­folgswahrscheinlich­keiten im elektronischen Beziehungs­markt empirisch untersucht werden.

Die Weiter­entwicklung der dazu erforderlichen neuen Methoden der Erhe­bung, Aufbereitung und Analyse von im Internet generierten dynamischen Echtzeit-Interaktions­daten sowie die Durchführung eines innovativen Online-Panels zählen ebenfalls zum Ge­genstand dieses Projekts.

Fragestellungen

Beispielhafte Fragestellungen des Projektes sind dabei:
Wer nimmt am Online-Dating teil? Wie präsentieren sich Frauen und Männer online? Wie wählen Frauen und Männer bestimmte potentielle Partner aus? Wie verändert sich ihr Partnersuchverhalten mit zunehmender Erfahrung? Wie kommen erfolgreiche Partnerschaften über das Internet zustande?

In Kooperation mit deutschen Anbietern von Online-Kontaktbörsen ist es das Ziel, durch Archivierung computer­basierter Interaktionsdaten und mit Hilfe eines Online-Panels eine exzellente, hoch­dynamische sowie im sozialwissenschaftlichen Bereich bisher einmalige Datenbasis auf­zubauen und sich damit oben gestellten Fragestellungen empirisch zu nähern.